Sprich die Schahada

Lerne das islamische Glaubensbekenntnis, höre es dir an und sprich es nach.

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Höre aufmerksam zu und sprich den Text anschließend in deinem eigenen Tempo nach.

Die Schahada

Arabisch:

أَشْهَدُ أَنْ لَا إِلَٰهَ إِلَّا اللهُ، وَأَشْهَدُ أَنَّ مُحَمَّدًا رَسُولُ اللهِ

Umschrift:

Aschhadu an la ilaha illa-llah, wa aschhadu anna Muhammadan rasulu-llah.

Bedeutung:

Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

Bevor du die Schahada sprichst

Die Schahada ist das islamische Glaubensbekenntnis. Ein Mensch wird Muslim, indem er aufrichtig glaubt und bezeugt, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

Um die Schahada zu sprechen, ist keine besondere Zeremonie erforderlich. Sprich sie aufrichtig und mit Verständnis für ihre Bedeutung.

Aussprache

Höre dir jeden Abschnitt an und sprich ihn anschließend laut nach.
Du kannst dir die Aufnahmen so oft anhören, wie du möchtest.

TEIL 1

أَشْهَدُ أَنْ

Aschhadu an

TEIL 2

لَا إِلَٰهَ إِلَّا اللهُ

La ilaha illa-llah

TEIL 3

وَأَشْهَدُ أَنَّ

Wa aschhadu anna

TEIL 4

مُحَمَّدًا رَسُولُ اللهِ

Muhammadan rasulu-llah

Was bedeutet die Schahada?

Die Schahada ist das Bekenntnis zum Einssein Allahs und dazu, dass Muhammad Sein Gesandter ist.

Wenn du die Schahada aufrichtig sprichst, bezeugst du damit, dass niemand außer Allah das Recht hat, angebetet zu werden, und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.

Wer ist Allah?

Allah ist der einzig wahre Gott, der Schöpfer und Erhalter von allem, was existiert.

Im Islam ist Allah Einer, ohne Teilhaber und ohnegleichen. Er allein ist anbetungswürdig. Er ist der Allerbarmer und der Barmherzige.

Was bedeutet das Wort „Allah“ eigentlich auf Arabisch?

„Allah“ (الله) ist das arabische Wort für Gott. Arabischsprachige Muslime, Christen und Juden können das Wort „Allah“ verwenden, wenn sie von Gott sprechen.

Das Wort bezeichnet den einen Gott, den Schöpfer und Erhalter des Universums. Im Islam ist „Allah“ nicht der Name eines anderen Gottes. Es ist das arabische Wort für den einen Gott, den die Propheten angebetet haben.

Muslime glauben, dass es derselbe eine Gott ist, den alle Seine Propheten angebetet haben: von Adam und Noah über Abraham, Mose und Jesus bis hin zu den vielen Propheten, die nach ihnen kamen, und schließlich Muhammad. Friede sei mit ihnen allen.

Warum ist die Einheit Gottes so wichtig?

Die Einheit Gottes, im Islam Tawhid genannt, steht im Mittelpunkt des islamischen Glaubens. Allah ist Einer, ohne Teilhaber, Ebenbürtigen oder Rivalen, und Er allein ist anbetungswürdig.

Allah hat weder Vater noch Mutter, weder Sohn noch Tochter und keinen Teilhaber. Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt. Er ist ewig und vollkommen unabhängig; Er ist auf nichts aus Seiner Schöpfung angewiesen, während die gesamte Schöpfung auf Ihn angewiesen ist.

Dies wird in der Sure Al-Ichlas eindrucksvoll ausgedrückt: „Sag: Er ist Allah, ein Einziger, Allah, der Überlegene. Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden, und niemand ist Ihm jemals gleich.“

Der Glaube an die absolute Einheit Allahs bildet die Grundlage der Botschaft aller Propheten – von Adam und Noah über Abraham, Mose und Jesus bis hin zu Muhammad und allen Propheten, die zwischen ihnen kamen. Friede sei mit ihnen allen.

Wer ist Muhammad?

Muhammad (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) ist im Islam der letzte Prophet und Gesandte Allahs. Muslime glauben, dass Allah ihn gesandt hat, um die Menschen dazu aufzurufen, den einen wahren Gott anzubeten und nach Seiner Rechtleitung zu leben.

Muhammad wurde in Mekka auf der Arabischen Halbinsel geboren und lebte im 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. Im Alter von vierzig Jahren empfing er durch den Engel Dschibril (Gabriel) die erste Offenbarung des Qurans. Die Offenbarungen setzten sich während seiner Prophetenschaft über einen Zeitraum von etwa dreiundzwanzig Jahren fort.

Muhammad lehrte, dass es nur einen Gott gibt, Allah, und dass Er allein anbetungswürdig ist. Er rief die Menschen zum Gebet, zur Ehrlichkeit, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Wohltätigkeit und zu gutem Charakter auf.

Muslime beten Muhammad nicht an. Sie glauben, dass er ein Mensch und der Gesandte Allahs war, und folgen seinem Vorbild und seinen Lehren. Wenn Muslime seinen Namen erwähnen, sagen sie aus Respekt häufig „Allahs Segen und Frieden seien auf ihm“.

Seine Botschaft setzte denselben Aufruf zur Anbetung des einen Gottes fort, den bereits die Propheten vor ihm verkündet hatten, darunter Adam, Noah, Abraham, Mose und Jesus. Friede sei mit ihnen allen.

Wer kann Muslim werden?

Der Islam steht jedem Menschen offen. Man muss weder in eine muslimische Familie hineingeboren worden sein noch einer bestimmten ethnischen Gruppe, Nationalität oder Kultur angehören. Jeder, der aufrichtig an die Einheit Allahs glaubt und Muhammad als Seinen Gesandten anerkennt, kann Muslim werden.

Um Muslim zu werden, spricht man das Glaubensbekenntnis, die Schahada: „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt, die das Recht hat, angebetet zu werden, außer Allah, und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“

Muslim zu werden bedeutet nicht, die eigene Herkunft, Nationalität, den Namen oder die Kultur ändern zu müssen. Es bedeutet, an Allah zu glauben, Seine Rechtleitung anzunehmen und die Schahada aufrichtig zu bezeugen.

Eine besondere Zeremonie ist nicht erforderlich. Man muss sich weder in einer Moschee befinden noch einen Imam an seiner Seite haben. Entscheidend ist, dass man die Schahada versteht und aufrichtig an sie glaubt. Nach dem Eintritt in den Islam kann man den Glauben weiter kennenlernen und die eigene religiöse Praxis Schritt für Schritt vertiefen.

Der Islam lehrt, dass die Rechtleitung allen Menschen offensteht und niemand zu einem bestimmten Glauben gezwungen werden darf. Die Entscheidung, den Islam anzunehmen, ist eine persönliche Entscheidung, die aufrichtig und freiwillig getroffen werden sollte.

Kann ich später wiederkommen, um die Schahada zu sprechen?

Du kannst dich jederzeit Allah zuwenden. Wenn du jedoch bereits glaubst und den Islam aufrichtig annehmen möchtest, musst du diese Entscheidung nicht ständig aufschieben. Keiner von uns weiß, wie lange er leben wird oder wann seine Zeit gekommen ist.

Manchmal denkt ein Mensch: „Das mache ich später.“ Doch aus Tagen werden Wochen, aus Wochen Monate, und die Entscheidung wird immer wieder aufgeschoben. Im Islam wird gelehrt, dass Satan (Schaitan) versucht, Menschen abzulenken, Zweifel in ihren Herzen zu säen und sie dazu zu bringen, ihre Hinwendung zu Allah aufzuschieben. Lass dich nicht von einer Entscheidung abbringen, von der du bereits weißt, dass sie für dich wichtig ist.

Wenn du aufrichtig an die Einheit Allahs und daran glaubst, dass Muhammad Sein Gesandter ist, brauchst du nicht auf den perfekten Augenblick zu warten. Du kannst die Schahada heute aus eigener Überzeugung und freiwillig sprechen und deinen Weg als Muslim beginnen.

Eine besondere Zeremonie ist nicht notwendig, und du musst auch nicht schon alles wissen, bevor du anfängst. Nach dem Sprechen der Schahada kannst du deinen Glauben weiter kennenlernen und vertiefen.

Was bedeutet es, Muslim zu werden?

Muslim zu werden bedeutet, den Islam als Glauben anzunehmen und aufrichtig an die Einheit Allahs sowie an die Botschaft Seines Gesandten Muhammad (Allahs Segen und Frieden seien auf ihm) zu glauben.

Die Schahada zu sprechen ist das Bekenntnis dieses Glaubens. Du musst nicht alles über den Islam wissen, bevor du Muslim wirst. Den Islam kennenzulernen und nach ihm zu leben, ist ein Weg, der auch nach der Schahada weitergeht.

Was geschieht nach der Schahada?

Wenn du die Schahada aufrichtig bezeugt hast, bist du Muslim. Mit Allahs Erlaubnis und Barmherzigkeit werden dir beim Eintritt in den Islam deine vergangenen Sünden vergeben. Du beginnst ein neues Leben und kannst neu anfangen. Lass deshalb nicht zu, dass deine Vergangenheit dich davon abhält, deinen Weg weiterzugehen.

Du musst nicht sofort alles wissen. Beginne damit, das Gebet zu lernen, den Quran kennenzulernen und dich mit den grundlegenden Lehren des Islam vertraut zu machen. Lass dir Zeit und lerne Schritt für Schritt.

Wenn du möchtest, kannst du dich auch an eine Moschee in deiner Nähe oder an eine vertrauenswürdige muslimische Gemeinschaft wenden, um Orientierung und Unterstützung zu erhalten.

Lerne, höre dir die Schahada an und mache deinen ersten Schritt im Islam.